Erkältung schnell loswerden: Symptome & Behandlungsmöglichkeiten
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Erkältung schnell loswerden: Symptome & Behandlungsmöglichkeiten

Eine Erkältung ist ein viraler Infekt, an dem im Winter sehr viele erkranken. Sie ist zwar meistens harmlos, kann uns aber für ein paar Tage flachlegen. Vor allem bei Kindern sollte eine Erkältung aufmerksam überwacht werden, da sie Komplikationen nach sich ziehen kann.

Seit zwei Tagen schon können Sie sich nicht mehr von Ihrer Taschentuchbox trennen? Sie fühlen sich müde und wollen Ihre Erkältung loswerden? Die Nase Ihres Kindes läuft und Sie wissen nicht, ob Sie einen Kinderarzt aufsuchen sollten? Sie wollen wissen, wie Sie eine Erkältung natürlich behandeln können? Sie wissen nicht, ob Sie eine Erkältung oder eine Grippe haben?

Seien Sie versichert, wir haben Antworten auf all diese Fragen und geben Ihnen Tipps zur Vorbeugung und Behandlung einer Erkältung!

Erkältung kurz erklärt

Bei einer Erkältung handelt es sich ganz einfach um eine Infektion der oberen Atemwege, die eine Entzündung der Nasenschleimhaut verursacht. Verantwortlich für diese Erkrankung ist unter anderem das Rhinovirus, der Gegenstand zahlreicher Untersuchungen ist.

Diese haben aufgezeigt, dass die angeborene Immunantwort auf diesen Virus bei einer niedrigen Körpertemperatur schwächer ist. Dies erklärt, warum sich der Rhinovirus in unserer Nasenhöhle (kühlere Umgebung) besonders gut vermehren kann. In warmen Körperteilen hingegen, wie z.B. unsere Lungen, kann er sich weniger gut vermehren.

Anders als man vermuten könnte, ist nicht die Kälte für Erkältungen verantwortlich, sondern die Tatsache, dass im Winter viele Menschen auf engem Raum zusammen sind, was den Virusaustausch begünstigt. Wussten Sie eigentlich, dass es völlig normal ist, sich im Winter zu erkälten? Gerne werden auf Kühl- oder Heizbetrieb umschaltbare Klimaanlagen für Erkältungen verantwortlich gemacht. Sie können natürlich eine Rolle spielen, sind aber nicht der Grund dafür, warum sich die Krankheit so leicht verbreiten kann!

In der Regel verschwindet eine Erkältung nach 7 bis 10 Tagen. Die Inkubationszeit beträgt 24 bis 48 Stunden.

Symptome

Die meisten wissen, welche Symptome bei einer Erkältung auftreten. Zur Erinnerung hier aber noch einmal ein kurzer Überblick:

  • laufende oder verstopfte Nase
  • tränende Augen
  • häufiges Niesen
  • gereizte Nasenschleimhaut
  • Fieber und Kopfschmerzen sind möglich
  • manchmal Husten
  • starke Müdigkeit
  • Halsschmerzen
  • pfeifende Atmung bei Asthmatikern

Selbstverständlich treten nicht bei allen all diese Symptome auf. Manche niesen nur und haben eine laufende Nase, während andere auch Fieber haben und husten.

Erkältung und Grippe – Wo liegen die Unterschiede?

Erkältung und Grippe werden häufig verwechselt, weswegen viele ihren Arzt aufsuchen im Glauben, an der Grippe erkrankt zu sein. Die nachstehende Tabelle hilft Ihnen, die zwei Winterkrankheiten zu unterscheiden.

ErkältungGrippe
Verantwortliches VirusHauptsächlich RhinovirenEin einziger Virus, der sich epidemisch ausbreitet. Er sieht jedes Jahr anders aus.
Inkubationszeit24 bis 48 Stunden4 bis 5 Tage
Hauptsymptome–        laufende Nase

–        Niesen

–        tränende Augen

–        Husten

–        Halsschmerzen

–        leichtes oder gar kein Fieber

–        leichte Kopfschmerzen

–        Schüttelfrost

–        hohes Fieber (über 39°)

–        starke Kopfschmerzen

–        starker trockener und schmerzhafter Husten

–        starke Müdigkeit

–        Gliederschmerzen

Dauer7 bis 10 Tage (+ Rekonvaleszenz)5 bis 6 Tage
Mögliche Komplikationen–        chronische Rhinitis

–        Otitis und Sinusitis bei Kindern

–        Rückfälle

–        Lungenentzündung

–        Otitis

–        Bronchitis

RisikopersonenKinder und schwangere FrauenÄltere Menschen, Babys, Diabetiker, Personen mit Ateminsuffizienz oder Personen, die eine schwere Behandlung (Chemotherapie) durchmachen
BehandlungsmöglichkeitenSiehe Abschnitt „Behandlungsmöglichkeiten“ weiter unten.–        antivirale Medikamente

–        Ruhe

–        Ibuprofen

–        Paracetamol

–        Vitamin C

Behandlungsmöglichkeiten bei Erkältung

Sie haben genug davon, alle 10 Sekunden zu niesen? Sie wollen die Erkältungssymptome lindern? Wir verraten Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben, eine Erkältung zu behandeln.

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass Antibiotika bei einer Erkältung nicht helfen, da sie nur bei Bakterien wirken. Um die Erkältungssymptome zu lindern, sollten Sie zuerst das Fieber senken, wenn Sie Fieber haben, Ihre Nase freimachen und das Laufen verringern, gegen die Entzündung vorgehen usw.

Am häufigsten verschrieben und empfohlen sind abschwellende Mittel. Sie stoppen eine laufende Nase und befreien eine verstopfte Nase. Sie sind einfach zu verwenden und gleichzeitig sehr wirksam. Abschwellende Mittel können oral verabreicht werden, häufiger werden sie aber auf nasalem Wege verabreicht.

Arzneimittel wie Fervex können den Nasenfluss ebenfalls verringern.

Bei Erkältungshusten kann ein Mittel zur Verflüssigung des Bronchialsekrets Linderung schaffen, da der Schleim leichter abgehustet werden kann. Bei trockenem Husten empfehlen wir Ihnen, ein hustenstillendes Arzneimittel (Antitussivum) einzunehmen.

Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen sollten bei Fieber und/oder Schmerzen eingenommen werden.

Haben sich die Beschwerden nach 5 Tagen nicht gebessert, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, um Komplikationen zu vermeiden.

Wie kann ich einer Erkältung vorbeugen und mein Umfeld schützen?

Wenn Sie oder jemand aus Ihrem Umfeld erkältet sind, sollten Sie gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen und auf bestimmte Dinge achten.

Waschen Sie sich regelmäßig die Hände, wenn Sie erkältet sind. Denn unsere Hände sind richtige Mikrobennester. Verwenden Sie hydroalkoholische Handgels, wenn Sie unterwegs oder in der Arbeit sind. Sie beugen einer Übertragung wirksam vor.

Verwenden Sie Papiertaschentücher und werfen Sie diese nach einmaliger Nutzung weg, damit kein anderer sie angreift. Bedecken Sie Ihre Nase oder Ihren Mund mit der Hand oder dem Arm, wenn Sie niesen oder husten.

Vermeiden Sie es, Gegenstände zu berühren, die eine erkältete Person Ihres Umfelds berührt hat, um einer Erkältung vorzubeugen. Das können Besteck, ein Handschuh, ein Handtuch, Türklinken usw. sein. Auch zur Vorbeugung einer Erkältung ist regelmäßiges Händewaschen unverzichtbar. Vermeiden Sie ebenfalls, sich mit den Händen an den Mund zu fassen.

Erkältung bei Kindern – was tun?

Kinder können 8 bis 10 Erkältungen pro Jahr haben. Besonders betroffen sind Babys, da ihre körpereigene Abwehr noch nicht vollständig entwickelt ist, um diese Art von Infektion zu bekämpfen. Bei Kindern und insbesondere bei Säuglingen darf eine Erkältung nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Eine schlecht behandelte Erkältung kann nämlich eine Ohrenentzündung zur Folge haben.

Je nach Alter des Kindes ist eine Erkältung unterschiedlich zu behandeln. Oft wird die Einnahme von Paracetamol empfohlen, außer für Säuglinge unter 3 Monate. Bei einem Säugling sollten Sie einen Arzt oder Kinderarzt aufsuchen und ihm auf keinen Fall selbst Medikamente verabreichen.

Kinder können sich erst ab dem Alter von 4 Jahren die Nase putzen. Kinder oder Babys mit verstopfter Nase können schlecht atmen und aus der Flasche trinken und sind genervt. Sie können die Nase Ihres Kindes mit einer Kochsalzlösung befreien. Sehr praktisch zur Entfernung von Nasensekret sind auch Nasensauger für Babys.

Wenn Sie erkältet sind, ist es wichtig, auf ein paar Dinge zu achten, damit sich Ihr Kind nicht ansteckt. Waschen Sie Ihre Hände häufig und insbesondere, wenn Sie Ihr Kind nehmen oder sich um es kümmern. Vermeiden Sie es, das Besteck Ihres Kindes mit dem Mund zu berühren z.B. um sein Essen zu probieren.

Da Erkältungen sehr ansteckend sind, sollten Sie vermeiden, dass Ihr Kind mit erkälteten Personen Kontakt hat.

Wenn die Symptome nicht verschwinden, wenn Ihr Kind Fieber hat und ungewöhnlich müde ist, zögern Sie nicht, Ihren Arzt noch einmal aufzusuchen.

Schwangere Frauen und Erkältung – unsere Tipps

Auch für schwangere Frauen gibt es kein Entkommen. Erkältungen bleiben zumeist ohne Folgen, trotzdem müssen schwangere Frauen aufpassen, welche Medikamente sie einnehmen. Von einer Selbstmedikation wird selbstverständlich abgeraten. Das einzige Medikament, das werdende Mütter mit Erkältung und Fieber einnehmen dürfen, ist Paracetamol.

Frei verkäufliche Medikamente wie Humex, Actifed usw. sind zu vermeiden, da die enthaltenen Vasokonstriktoren für das ungeborene Kind gefährlich sein können.

Wenn die Erkältung nicht vergeht oder Sie sich sehr müde fühlen, zögern Sie nicht, Ihren Arzt aufzusuchen. Er verschreibt Ihnen Medikamente, die Sie während der Schwangerschaft bedenkenlos einnehmen können.

Erkältung natürlich behandeln

Sie haben genug von Ihrer Erkältung, die Sie nicht mehr schlafen lässt, und vom dauernden Niesen? Sie wollen lieber auf Hausmittel setzen und die Erkältung natürlich behandeln? Hier ein paar Hausmittel gegen Erkältung:

  • Thymiantee und Odermennigtee

Thymian ist bekannt für seine antiseptische Wirkung auf die Atemwege und Odermennig wirkt entzündungshemmend.

Unser Tipp: Geben Sie eine Prise Thymian und Odermennig in eine Schüssel und gießen Sie sie mit siedendem Wasser auf. Lassen Sie es 10 Minuten ziehen und filtern Sie es anschließend. Sie können bis zu zwei Schüsseln täglich davon trinken.

  • Homöopathische Mittel gezielt einsetzen:

Jedes Symptom kann mit einem homöopathischen Mittel behandelt werden. Am Anfang der Erkältung und wenn der Nasenfluss klar ist, können Sie 2 Euphrasia 5CH Globuli dreimal täglich einnehmen.

Wenn die Nase stark läuft können Sie 2 Nux Vomica 5CH Globuli dreimal täglich einnehmen. Wenn das Nasensekret sehr gelb wird, nehmen Sie 2 Hydrastis Canadensis 5CH Globuli dreimal täglich ein.

  • Tee mit Honig

Husten Sie? Dann bereiten Sie sich ganz einfach einen Tee mit Honig zu. Geben Sie 2 Tropfen Waldkiefernöl und einen Löffel Honig in Ihren Tee. Sie können bis zu 3 Tassen täglich davon trinken. Die antioxidativen und antibakteriellen Eigenschaften des Honigs lindern den Husten.

  • Grog mit Zimt

Zimt hat antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften. Es hilft, die Nase von Schleim zu befreien. Bereiten Sie einen Grog mit einer Stange Zimt, 2-3 Gewürznelken, dem Saft einer halben Zitrone sowie Rum oder Milch zu.

So bieten Sie einer Erkältung die Stirn

Hier unsere besten Tipps, wie Sie eine Erkältung bewältigen oder sie erst gar nicht einfangen.

  • Bei Erkältung oder mit einer verstopften Nase zu schlafen ist kompliziert. Schlafen Sie mit leicht erhöhtem Oberkörper, da in dieser Stellung das Atmen erleichtert und Husten verhindert wird.
  • Wenn Sie oder jemand aus Ihrem Umfeld erkältet sind, sind Ihre Räume sicher voll von Mikroben. Lüften Sie deshalb die Zimmer häufig und heizen Sie sie nicht zu viel.
  • Trinken Sie viel, vor allem, wenn Sie Fieber haben.
  • Machen Sie Dampfbäder. Kochen Sie dazu Wasser auf und geben Sie es in eine Schüssel. Bedecken Sie Ihren Kopf mit einem Handtuch und atmen Sie den Dampf durch die Nase rund 10 Minuten lang ein. Halten Sie Ihr Gesicht nicht zu nahe an die Schüssel, um sich nicht zu verbrennen. Sie können ätherische Öle, z.B. Thymian oder Eukalyptus hinzufügen.
  • Trinken Sie warme Getränke, um Halsschmerzen oder Husten zu lindern.
  • Verwenden Sie einen Luftbefeuchter in Ihrem Schlafzimmer, vor allem nachts.
  • Essen Sie viel Obst und Gemüse und nehmen Sie Vitamin C.

Zögern Sie nicht, unsere Tipps zu befolgen!

Zusammenfassung

Eine Erkältung ist harmlos, kann uns aber einige Tage lang das Leben schwer machen und unseren Schlaf stören. Eine laufende Nase, die Taschentuchbox ständig griffbereit haben zu müssen und nächtlicher Husten erschöpft uns einfach. Eine Erkältung entkräftet uns und um sie so schnell wie möglich wieder loszuwerden, müssen Sie auf die richtigen Dinge achten.

Waschen Sie Ihre Hände häufig, passen Sie auf, wenn sich eine erkältete Person in Ihrer Nähe befindet, behandeln Sie die Erkältung schon beim Auftreten erster Symptome und überwachen Sie Erkältungssymptome bei Ihren Kindern. So können Sie einer Erkältung vorbeugen oder sie behandeln!

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