Schluss mit Rauchen
5 (100%) 1 vote

Schluss mit Rauchen: Vergleich von Methoden zum Rauchstopp

Sie haben beschlossen, mit dem Rauchen aufzuhören? Eine tolle Neuigkeit!

Nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch Ihre Brieftasche werden sich darüber freuen. Aber dass es nicht einfach ist, mit dem Rauchen aufzuhören, weiß ein jeder. Ehemalige Raucherinnen und Raucher werden Ihnen sagen, dass es nicht einfach, aber machbar ist und jeder und jede es schaffen kann.

Es braucht Willenskraft, viel Willenskraft, aber nicht nur. Sie müssen sich auch helfen lassen, wozu Ihnen verschiedene Mittel zur Verfügung stehen. Hier erfahren Sie alle Tipps und Tricks, damit die letzte Zigarette, die Sie ausdrücken, auch wirklich die letzte bleibt und sie dem Glimmstängel ein für alle Mal Adieu sagen. Dem Sieg steht so nichts mehr im Weg!

Warum ist es so schwer, mit dem Rauchen aufzuhören?

Alle die rauchen und schon einmal versucht haben, mit dem Rauchen aufzuhören, wissen, dass es alles andere als ein Kinderspiel ist. Aber warum ist es eigentlich so schwer, mit dem Rauchen aufzuhören?

addiction tabac

Die erste Antwort auf diese Frage ist einfach. Nikotin ist die Substanz mit dem höchsten Suchtpotenzial, noch vor Alkohol beispielsweise. Es ist daher nicht weiter erstaunlich, dass ein Rauchstopp so schwer fällt.

Das Wort Abhängigkeit bezeichnet die pathologische Unfähigkeit, ohne eine bestimmte Substanz auszukommen, obwohl einem die Folgen für Gesundheit und Brieftasche bewusst sind.

Von der psychologischen Warte aus gesehen spielt sich Folgendes ab: Beim Rauchen gelangt das in der Zigarette enthaltene Nikotin in das Blut und erreicht so schließlich das Gehirn.

Sobald sich das Nikotin an die Nervenzellen geheftet hat, setzt es Dopamin frei, ein Neurotransmitter, der ein Glücksgefühl auslöst, das man beim Rauchen einer Zigarette verspürt.

Mit jedem Zug verspüren Raucherinnen und Raucher ein Wohlgefühl, das jedoch nicht anhält. Befindet sich kein Nikotin mehr im Körper, verlangt das Gehirn nach mehr. So funktioniert der Prozess der Tabakabhängigkeit.

Warum der Rauchstopp so schwer fällt, hat aber auch noch andere Gründe:

  • Viele Menschen rauchen, weil sie sich ängstlich oder gestresst fühlen. Raucht man nicht mehr, geht einem diese Ausflucht verloren und für diejenigen, für die die Zigarette zum Beruhigungsmittel geworden ist, ist es wirklich schwierig, mit dem Rauchen aufzuhören.
  • Rauchen ist auch mit einer Geste verbunden. Fällt diese weg, weiß man nicht mehr, was man mit seinen Händen machen soll. Rauchen ist aber auch Gewohnheitssache. Die erste Zigarette am Morgen, eine Zigarette nach jedem Kaffee, zum Feierabend… Es ist nicht einfach, solche Gewohnheiten zu brechen.

Rauchstopp: die (gut bekannten) Vorteile

Ein Rauchstopp bringt zahlreiche Vorteile, weswegen auch viele Menschen beschließen, dem Glimmstängel Adieu zu sagen. Es ist allgemein bekannt, dass ein Rauchstopp nicht gerade unerhebliche Einsparungen bringt. Wirklich danken wird es Ihnen aber vor allem Ihre Gesundheit. Oft sind wird jedoch fern von der Realität.

  • Nach 15 Jahren ohne Zigarette hat sich Ihr Gesundheitszustand auf dem Niveau eines Nichtrauchers eingependelt. Darum ist es wichtig, so bald wie möglich aufzuhören. Allergische Symptome, Asthma und chronische Bronchitis treten seltener auf.
  • Ihre Herzfrequenz normalisiert sich nur 20 Minuten nach der letzten Zigarette wieder. Nach 24 Stunden sinkt das Risiko für Herzinfarkt deutlich und das Kohlenmonoxid verflüchtigt sich aus dem Körper.
  • 2 Tage nach Ihrer letzten Zigarette befindet sich kein Nikotin mehr in Ihrem Blut.
  • Nach nur 2 Wochen erlangen Sie Ihren vollen Geschmackssinn wieder.
  • Nach einigen Monaten gewinnt die Haut ihren rosigen Teint wieder, Ihre Atmung verbessert sich und das Risiko für Schlaganfall hat sich halbiert. Auch das Risiko für Mundhöhlen- oder Speiseröhrenkrebs hat sich halbiert.

Wie Sie sehen, sind die gesundheitlichen Vorteile riesig!

Rauchstopp gut vorbereiten

Auch wenn manche von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen aufhören, sind dies eher Ausnahmen. Für einen guten Start ist es besser, sich auf den Rauchausstieg vorzubereiten.

  • Die Motivation spielt dabei selbstverständlich eine große Rolle. Haben Sie wirklich den Willen, mit dem Rauchen aufzuhören? Wenn Sie davon überzeugt sind, ist das toll! Planen Sie einen Rauchstopp hingegen, um jemanden eine Freude zu bereiten oder wegen einer Wette, stehen Ihre Chancen, es auch wirklich zu schaffen, schlecht. Es ist extrem wichtig, dass Sie aufhören, weil Sie es wollen und diese Entscheidung gut überlegt ist. Sie müssen davon überzeugt sein, dass es der richtige Moment ist.
  • Sprechen Sie mit Ihrem nahen Umfeld darüber, vor allem, wenn Personen dabei sind, die rauchen. Erklären Sie Ihnen, dass Sie aufhören wollen, aber Achtung! Verbannen Sie die Idee aus dem Kopf, dass Sie Ihre Familie und Freunde enttäuschen, wenn Sie es beim ersten Versuch nicht gleich schaffen, mit dem Rauchen aufzuhören.
  • Ihr Umfeld muss Ihnen helfen und Sie in Zeiten des Zweifels, bei Mangelgefühlen und wenn Sie sich gestresst oder gereizt fühlen unterstützen.
  • Stecken Sie sich Ziele, um gute Bedingungen für den Rauchstopp zu schaffen, und halten Sie diese auch ein. Entscheiden Sie sich für den schrittweisen oder sofortigen Rauchstopp. Wichtig ist nur, dass Sie sich auch an Ihre Wahl halten.
  • Sie können sich auch finanzielle Ziele setzen, indem Sie sich sagen, dass Sie nach einer Woche so und so viel gespart haben, nach zwei Wochen so viel usw. Sagen Sie sich, dass Sie mit diesem Geld dieses und jenes machen können.
  • Zur Vorbereitung gehört auch zu akzeptieren, sich, wenn nötig, von einer Fachperson helfen zu lassen. Sie könnten sich beispielsweise schon im Vorfeld über das Leistungsangebot von rauchfrei-info.de informieren oder sich für das rauchfrei Ausstiegsprogramm registrieren, bei dem schon 147 580 Menschen mitgemacht haben!

Indem Sie Ihren Rauchstopp gut vorbereiten, erhöhen Sie Ihre Chancen, dem Glimmstängel wirklich Adieu zu sagen.

Symptome des Rauchstopps

In den meisten Fällen treten bei einem Rauchstopp Symptome auf, die man besser kennen sollte, um darauf vorbereitet zu sein. Man spricht in diesem Zusammenhang von Entzugserscheinungen.

Der Husten wird dadurch verursacht, dass die Flimmerhärchen in den Bronchien wieder funktionsfähig werden. Es kommt häufig vor, dass Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, das Gefühl haben, sich schlechter zu fühlen, als während sie rauchten. Doch seien Sie ganz beruhigt, dies ist nur vorübergehend.

Welche Methode, um ENDLICH mit dem Rauchen aufzuhören?

Das ist die große Frage. Es gibt mehrere Methoden, um mit dem Rauchen aufzuhören oder die Ihnen beim Rauchausstieg helfen. Manche schaffen es alleine, von einem Tag auf den anderen, ganz ohne Hilfe. Aber bleiben wir realistisch, das gelingt nur den wenigsten. Wichtig ist, dass Sie die für SIE passende Methode finden, die Ihnen hilft aufzuhören und langfristig durchzuhalten.

Sie müssen die Methode wählen, die sich für Ihre Abhängigkeit und Ihre Gewohnheiten am besten eignet. Hier die wichtigsten Methoden zur Raucherentwöhnung:

Nikotinersatzprodukte

Sie sind eine der am häufigsten verwendeten und von Ärzten empfohlene Lösung zur Raucherentwöhnung. Doch auch wenn sie vielen den erhofften Erfolg bringen kann, gibt es einen Haken: Bricht man diese Methode ab, muss wieder bei Null angefangen werden.

Das Prinzip ist einfach: Nikotinersatzprodukte liefern Ihrem Körper Nikotin, damit Sie die Symptome des Nikotinentzugs nicht spüren. Nach und nach wird die Nikotindosis reduziert. Die Behandlungsdauer hängt von der einzelnen Person und der Anzahl vor dem Rauchstopp gerauchter Zigaretten ab. Für gewöhnlich liegt sie zwischen 3 und 6 Monaten.

Der Preis von Nikotinersatzprodukten mag teuer erscheinen, sie kosten aber weniger als eine Schachtel Zigaretten (die von Jahr zu Jahr teurer werden).

Zu den wichtigsten Nikotinersatzprodukten auf dem Markt zählen:

Das Nikotinpflaster wird auf die Haut geklebt. Das Nikotin wird über die Haut aufgenommen und gelangt von dort in die Blutbahn und schließlich in den Körper. Nikotinpflaster gibt es mit einer Anwendungsdauer von 16 oder 24 Stunden.

Für welches Sie sich entscheiden, hängt von Ihrem Verhältnis zur Zigarette ab. Zögern Sie nicht, sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen.

Die Anwendung des Nikotinpflasters ist sehr einfach. Es wird auf die saubere und trockene Haut auf eine unbehaarte Stelle des Körpers geklebt. Im Allgemeinen wird empfohlen, das Nikotinpflaster auf den Oberarm, den Oberkörper oder die Hüfte zu kleben. Jeden Tag sollte eine andere Klebestelle gewählt werden.

Medikamente

Fällt Ihnen der Rauchstopp zu schwer und ist der Entzug kompliziert, kann Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ein Medikament verschreiben, das direkt auf das Zentralnervensystem wirkt und so das infolge des Rauchstopps eintretende Mangelgefühl lindert.

Zu den meistverschriebenen Medikamenten gehört Zyban. Der Wirkstoff Bupropion ist für seine Wirksamkeit zur Tabakentwöhnung bekannt.

Das Medikament Champix wird ebenfalls häufig zur Raucherentwöhnung verschrieben. Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. Sein Wirkstoff reduziert die Nikotinentzugssysmptome.

Akupunktur

Viele Menschen erklären, das Rauchen mit Hilfe der Akupunktur aufgehört zu haben. Über dieses Thema wird viel diskutiert. Denn ja, diese Praxis kann eine wertvolle Hilfe darstellen, ist aber keine vollwertige Lösung, wenn die nötige Motivation fehlt.

Die Akupunktur ist keine Wundermethode, sondern ein Werkzeug, das unbedingt vom Willen, mit dem Rauchen aufzuhören, begleitet werden muss. Nach Ansicht des französischen Gesundheitsministerium beispielsweise ist diese Methode zur Raucherentwöhnung nicht wirksam. Es geht noch weiter und erklärt, dass die Ergebnisse sich nicht von jenen eines Placebos unterscheiden.

Homöopathie

Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit homöopathischer Mittel zur Raucherentwöhnung. Die Homöopathie kann aber den Kick geben, der manchen fehlt. Bei starken Raucherinnen und Rauchern reicht die Homöopathie in jedem Fall nicht aus.

Rauchstopp während der Schwangerschaft: unsere Tipps

tabac et grossesse

Rauchen während der Schwangerschaft setzt Sie dem Risiko einer ektopen Schwangerschaft, spontanen Fehlgeburt und verschiedener Anomalien wie Frühgeburt, Wachstumsverzögerung, Blasensprung usw. aus.

Viele Frauen glauben, dass diverse Methoden wie Nikotinpflaster während der Schwangerschaft nicht erlaubt sind. Damit liegen sie falsch. Versuchen Sie trotzdem, das Rauchen ohne Nikotinersatzprodukte aufzugeben.

Schaffen Sie es nicht, sollten Nikotinersatzprodukte nur nach ärztlicher Absprache verwendet werden. Die mit dem Rauchen verbundenen Risiken sind aber auf jeden Fall höher als die Risiken von Nikotinersatzprodukten.

Eine einzelne Zigarette enthält über 4000 schädliche Substanzen, von denen einige dem ungeborenen Kind sehr schaden. Ein Nikotinersatzprodukt enthält nur eine Substanz, nämlich Nikotin, aber in einer weniger schädlichen Form.

Auf jeden Fall sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen, die Sie zu den besten Methoden für einen Rauchstopp während der Schwangerschaft beraten kann.

Funktioniert ein schrittweiser Rauchstopp wirklich? 

Manche Menschen schaffen es einfach nicht, von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen aufzuhören. Mittlerweile gibt es Methoden zur schrittweisen Entwöhnung, die letztendlich jedoch dasselbe Ziel verfolgen: das Rauchen endgültig aufzugeben.

Ein schrittweiser Rauchausstieg kann den Unterschied machen und der Schlüssel zum Erfolg sein. Dafür müssen Sie sich natürlich aber trotzdem anstrengen. Setzen Sie zum Beispiel das Datum, an dem Sie Ihre letzte Zigarette ausdrücken, auf einen Tag in den nächsten 6 Wochen fest.

Wählen Sie die für Sie am Tag wichtigsten Zigaretten und lassen Sie die anderen weg, indem Sie sie beispielsweise durch Kaugummi ersetzen. Diese Phase kann 3 Wochen dauern.

Eliminieren Sie dann die „schwierigen“ Zigaretten eine nach der anderen. Diese Phase dauert 3 Wochen. Den krönenden Abschluss sollte dann eine endgültig letzte ausgedrückte Zigarette bilden.

Zusammenfassung

Ja, mit dem Rauchen aufzuhören ist schwierig, aber machbar. Natürlich ist es wichtig, hochmotiviert zu sein, was aber nicht immer ausreicht. Nikotinpflaster, Kaugummis und Medikamente können bei der Raucherentwöhnung eine wertvolle Unterstützung sein.

Ausrutscher können immer passieren. Versteifen Sie sich nicht auf diese, sondern lernen Sie aus Ihren Fehlern und versuchen Sie es noch einmal. Zögern Sie nicht, sich helfen zu lassen. So schaffen Sie es bestimmt, die letzte Zigarette auszudrücken!

Unser erster Tipp ist folgender: Vermeiden Sie Risikosituationen, vor allem am Anfang.

  • Gehört für Sie zum Kaffee eine Zigarette, versuchen Sie, weniger Kaffee zu trinken, und so weniger versucht zu sein zu rauchen.
  • Vermeiden Sie Partys, Verabredungen in Bars… Aber nur am Anfang, denn Sie sollten selbstverständlich leben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
  • Später dann, versuchen Sie sich in solchen Situationen zu motivieren, indem Sie sich sagen, dass es schade wäre, sich nur für eine Zigarette auf der Party umsonst bemüht zu haben.

Überkommt Sie das Verlangen nach einer Zigarette sollten Sie wissen, dass dieses nur 8 Minuten anhält.

  • Beschäftigen Sie sich, bis das Verlangen vorbeigeht. Sie können zum Beispiel auf Ihrem Smartphone spielen, Musik hören, spazieren gehen, auf einem Stift herumkauen usw. Finden Sie selbst heraus, was Sie das Verlangen, sich eine Zigarette anzuzünden, am besten vergessen lässt.

Es ist ganz normal, ein Rauchverlangen zu spüren, aber Sie werden sehen, nach und nach wird es nachlassen. Legen Sie sich für die Zwischenzeit Strategien zurecht. Gratulieren Sie sich jedes Mal, wenn sie ein Rauchverlangen überwunden haben, und für jeden Tag ohne Zigarette! Lesen Sie sich wann immer notwendig die Liste mit Gründen durch, die Sie zum Rauchstopp bewegt haben.

Click Here to Leave a Comment Below 0 comments